Samuel Lütolf November 10, 2019

Diese Kolumne ist am Samstag, 9. November im Bote der Urschweiz erschienen.

8’544’527 Personen lebten Ende 2018 in der Schweiz. Zu Beginn des Jahres 2007 waren es deren 7’508’739. Dies ergibt 12 Jahre und zusätzlich 1’035’788 Einwohner, das macht pro Jahr ein durchschnittliches Bevölkerungswachstum von 86’316 Personen. Die Geburtenrate in der Schweiz liegt bei 1,54 Geburten pro Frau (2016), und dies kann das enorme Bevölkerungswachstum also nicht erklären. Der Fall ist klar: Es ist die immens hohe Zuwanderung von netto mehr als 85’000 Menschen pro Jahr, die unser Land an allen Ecken und Enden an seine Grenzen bringt.

Auswirkungen verursachen Probleme, angefangen beim immer mehr zunehmenden Verkehr: Das Bundesamt für Raumentwicklung rechnet mit rund 1,9 Milliarden Franken (2015), welche uns der Verkehrsstau pro Jahr kostet. Weitere Probleme verursachen die ständig steigenden Mieten und Immobilienpreise, kein Wunder bei 1 Million zusätzlichen Interessenten. Dazu kommt, dass ältere Arbeitnehmer regelmässig aus dem Arbeitsmarkt verdrängt und durch Jüngere aus europäischen Nachbarländern ersetzt werden. Oder überfüllte Züge und ausufernde Kosten im Sozialwesen, wenn Ausländer als Leistungsempfänger massiv übervertreten sind. Weitere Effekte sind ein enormer Verlust an Kulturland sowie ein riesiger Ressourcenverschleiss durch die intensive Bautätigkeit.

Die steigende Kriminalität bereitet Sorgen: Einst gehörte die Schweiz zu den sichersten Ländern der Welt, das war einmal. Schwere Gewaltdelikte gehören bereits zur Tagesordnung. Im Jahr 2017 waren ganze 74 Prozent der wegen Vergewaltigung verurteilten Erwachsenen Ausländer. Migranten sind insgesamt – obwohl sie nur rund 25 Prozent der Bevölkerung ausmachen – für mehr als die Hälfte aller Straftaten verantwortlich. Es wird auch nicht besser, die Tendenz ist höchst besorgniserregend, die Zahl der Beschuldigten von ausländischen Staatsangehörigen ist 2018 um weitere 4 Prozent angestiegen.

Vernunft statt kurzfristige Profite: Das Problem sind aber bei all den geschilderten Auswirkungen der massiven Zuwanderung nicht die Ausländer selbst, sondern die Leichtfertigkeit unserer Schweizer Politik. Man will der immensen Zuwanderung keinerlei Schranken setzen. Also ist die Politik das Problem und nicht die Ausländer. Es spielt nämlich keine Rolle, wer die 1 Million Menschen sind oder woher sie kommen, es sind schlicht in der Anzahl zu viele. Wir brauchen auch in Zukunft Zuwanderung – aber bitte vernünftig und mit Weitsicht.

Der Souverän wüsste wie: Bereits 2013 erkannte das Schweizer Volk die verheerenden Entwicklungen und traf mit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative eine weise Entscheidung. Was im Parlament in Bern damit gemacht wurde, ist bereits hinlänglich bekannt. Die Stimmbevölkerung wird nicht mehr ernst genommen. Die Polit-Elite in Bern nimmt die wahren Sorgen der Menschen nicht mehr wahr und ist vorwiegend mit sich selber beschäftigt. Ich kann nachvollziehen, dass unter diesen Umständen viele Leute bei den Wahlen lieber zu Hause blieben. Jedoch braucht es genau in diesen Zeiten eine deutliche Stimme der Vernunft! Es darf nicht sein, dass wir die Schweiz ausbluten lassen. Bereits nächstes Jahr, wenn es um die Abstimmung zur Begrenzungsinitiative geht, wird sich eine weitere Chance ergeben. Nur ein Ja zur Begrenzungsinitiative kann die masslose Zuwanderung stoppen und die Schweiz vor dem Kollaps bewahren. Lasst uns für unsere Schweiz kämpfen, immerhin das schönste Land der Welt!

Samuel Lütolf, Küssnacht am Rigi
Präsident Junge SVP Kanton Schwyz

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