Jan Stocker Januar 28, 2019

Die Zersiedelung stoppen und unser Schweizer Kulturland schützen. Nur eine von diversen Werbeslogans der jungen Grünen. Dieser Slogan, ist auf den ersten Blick auch sehr ansprechend, jedoch nur im ersten Moment. Wenn man die Zersiedelungsinitiative genauer unter die Lupe nimmt, dann ist die Initiative doch nicht so ansprechend wie der Werbeslogan klingt. Die Initiative ist nicht im Interesse der Schweizer Bevölkerung, der Landwirtschaft, der Industrie und der positiven Entwicklung unserer Schweiz.

Die Zersiedelungsinitiative der jungen Grünen sieht auch vor, dass alle Bauzonen zum jetzigen Standpunkt eingefroren werden. Dies ist jedoch gegen diejenigen Kantone und Gemeinden, die bis zum jetzigen Zeitpunkt sorgsam mit ihrem Bauland umgegangen sind und neue Einzonungen von Bauzonen nicht gefördert haben bzw. auch gestoppt haben. Genau diese werden jedoch bestraft, in dem man neue Einzonungen von Bauland stoppt und so eine sinnvolle Entwicklung von Kantonen und Gemeinden verhindert. Eine Landwirtschaftlich positive Entwicklung ist auch nicht in Sicht. Pouletmastbetriebe könnten nicht mehr auf landwirtschaftlichem Boden gebaut werden und die Landwirte müssten auf Bauland ausweichen, was nicht sinnvoll wäre und für den Bauern wäre es praktisch nicht mehr zu bezahlen. Wenn man bedenkt, dass die Pouletinlandproduktion nur bei rund 55% liegt, ist noch einiges an Verbesserungen möglich, was jedoch durch diese Initiative nicht mehr oder nur teilweise machbar wäre.

Die Initiative sieht auch vor, dass bereits eingezonte Bauflächen, wieder umgezont werden können. Wie dies die Grünen genau bewerkstelligen möchten ist jedoch nicht klar. Die Umplanungskosten wären für Gemeinden teuer und beanspruchen viel Zeit.

Das revidierte Raumplanungsgesetz (RPG) im Jahre 2013, wird erst dieses Jahr im April von allen Kantonen umgesetzt, zum Teil kommt das überarbeitete RPG schon jetzt zum Einsatz. Als erstes sollte die Entwicklung vom neuem RPG abgewartet werden, bevor so massive Eingriffe und entwicklungsschädigende Gesetzgebungen geschaffen werden. Die Initiative ist zu starr, weil eine Einfrierung der Bauzonen auf unbestimmte Zeit, ein Risiko für Bedürfnisse der Bevölkerung und Wirtschaft darstellt.

Aus diesen Gründen plädiere ich auf ein NEIN

Jan Stocker

Vorstandsmitglied JSVP Schwyz, Lernender Lebensmitteltechnologe/EFZ